Impfung gegen humane Papillomaviren

Mrz 12th, 2010 | By woytas | Category: Impfungen, Vorsorge, Wissenswertes

Die humanen Papillomaviren (HPV, engl. human papilloma virus) bilden eine Gruppe von DNA-Viren, die in mittlerweile mehr als 150 verschiedene Typen eingeteilt werden. Die HPV sind unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA) und gehören zu den Papovaviren. Sie befallen sogenannte Epithelzellen der Haut oder verschiedener Schleimhäute und verursachen bei den infizierten Zellen ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum.

Die Tumore sind meist gutartig und führen zur Warzenbildung an der betroffenen Haut- oder Schleimhautstelle (dem Ort der Infektion).

Wenn die Infektion im Genital- oder Analbereich erfolgt (i.d.R. durch Geschlechtsverkehr), dann kommt es zur Bildung von Genitalwarzen (z. B. Feigwarzen).

Einige HPV-Typen können jedoch auch bösartige Veränderungen hervorrufen, insbesondere Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen.

Gebärmutterhalskrebs

  • Gebärmutterhalskrebs ist die weltweit zweithäufigste Krebstodesursache bei Frauen

Fakten

  • Gebärmutterhalskrebs wird weltweit jedes Jahr bei 510.000 Frauen diagnostiziert und 288.000 Frauen sterben jedes Jahr an der Krankheit (nach Schätzungen der WHO Weltgesundheitsorganisation)
  • Deutschland gehört mit 6.000 - 7.000 Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs pro Jahr neben Dänemark und Norwegen zu den drei Ländern Westeuropas, in denen Gebärmutterhalskrebs am häufigsten auftritt
  • Deutschland gehört mit 2.000 Todesfällen pro Jahr neben Dänemark und England zu den drei Ländern Westeuropas, in denen die meisten Frauen an Gebärmutterhalskrebs sterben
  • Bei 99,7% aller Gewebeproben, die bei Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs entnommen wurden, konnte eine Infektion mit HP-Viren nachgewiesen werden, d.h. Gebärmutterhalskrebs wird höchstwahrscheinlich durch eine anhaltende Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Zumindest ist sie ein notwendiger Risikofaktor für die Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses
  • Die Infektion mit HP-Viren ist die häufigste sexuell übertragene Krankheit.
  • Von der Infektion bis zum Auftreten erster Vorstufen oder des Tumors können ca. 10-40 Jahre vergehen.
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